1. ZIELE

Ziel des Projektes ist es, ein grenzübergreifendes fachliches Netzwerk zum Themenbereich der „non-formalen Jugendbildung, Zukunfts- und Lebensplanung“ in der Großregion aufzubauen, welches sowohl auf der theoretischen, als auch auf der praktischen Ebene tätig ist.

 

Auf theoretischer Ebene

In Übereinstimmung mit den Zielen des «Europäischen Pakts für die Jugend» soll die Bildung und Beschäftigung von jungen Menschen gefördert werden, womit auch ein Beitrag zur Prävention von Jugendarbeitslosigkeit geleistet und der gelingende Übergang von Schule in Ausbildung bzw. Arbeit unterstützt wird. Fachkräfte und junge Menschen sollen für eine fundierte Zukunfts- und Lebensplanung durch Information und non-formale Bildung gestärkt werden. Dadurch wird auch die Eingliederung junger Menschen in Arbeitsmarkt und Gesellschaft gefördert und eine soziale bzw. berufliche Benachteiligung verhindert. Die eingesetzten Methoden und Instrumente sollen auch einen Beitrag dazu leisten, die geschlechtsspezifische Segregation bei der Wahl von Fächern und Berufen aufzuweichen und das Spektrum für persönliche und berufliche Zukunfts-/ Lebensplanung zu erweitern.

 

Auf praktischer Ebene

Es soll ein Set von Bausteinen, Instrumenten und Methoden entwickelt werden, die sowohl in den drei Teilregionen als auch in grenzübergreifenden Veranstaltungen angewandt werden können. Mindestens sechs grenzübergreifende Fortbildungen für Fachkräfte aus dem schulischen und außerschulischen Bereich aus allen drei Teilregionen sollen stattfinden, ebenso 12 grenzübergreifende Seminare für junge Menschen (SchülerInnen, Arbeitslose, Jugendliche in der Orientierung) aus allen drei Teilregionen. Ferner sollen Informationsveranstaltungen und Seminare in den drei Teilregionen stattfinden, bei denen zum einen auf die im grenzübergreifenden Netzwerk entwickelten Methoden etc. zurückgegriffen wird, zum anderen auf die Bedeutung einer Orientierung auf den grenzübergreifenden Arbeitsmarkt/ Gesamtkontext der Großregion hingewiesen wird. Auch soll das Netzwerk um weitere Partnerorganisationen und Interessierte erweitert werden.

 

2. PROJEKTBESCHREIBUNG

Das Projekt ist in 4 Phasen aufgeteilt und dauert vom 01. Juni 2009 bis zum 31. Mai 2012.

 

PHASE 1: Kurze Analyse der Ausgangssituation

Zu Beginn wird die berufliche Bildung und die Arbeitsmarktsituation in den einzelnen Regionen definiert sowie bestehende Ansätze in der Zukunfts- und Lebensplanung zusammen getragen. Dazu findet eine Beschaffung von Informationen und Auswertung der gesammelten Daten statt. Es ist wichtig für die weitere Entwicklung, ein vollständiges Bild von den Systemen zu erhalten und Trägerstrukturen ausfindig zu machen die alleine, in Netzwerken oder bereits in grenzüberschreitenden Aktivitäten Einfluss auf die Bereiche nehmen. Diese vorbereitende Arbeit wird innerhalb von drei Monaten durchgeführt und das Ergebnis als Basis für die zweite Aktion dienen.

 

PHASE 2: Entwicklung von Instrumenten und Methoden

In der zweiten Phase findet der intensive Austausch über die vorhandenen Konzepte und Methoden rund um die Frage „Wie können Jugendliche optimal in ihrer beruflichen und persönlichen Zukunfts- und Lebensplanung begleitet werden?“ statt. Dies wird einerseits innerhalb des Netzwerks und andererseits auf öffentlichen Veranstaltungen intensiv durchleuchtet, um die Thematik möglichst breit zu diskutieren. Das Netzwerk wird aus den gewonnenen Erkenntnissen neue Instrumente und Methoden entwickeln und diese in die Praxis vor Ort transportieren, indem Infoveranstaltungen und Fortbildungen für außerschulische und schulische Fachkräfte angeboten werden. Für diese Phase ist eine Zeitspanne von drei Monaten vorgesehen.

 

PHASE 3: Durchführung von Angeboten

Die dritte Aktion stellt den praktischen Teil dar, der direkt den Jugendlichen zugute kommt. Sie erstreckt sich auf eine Zeitspanne von 24 Monaten, um möglichst viele junge Menschen und Fachkräfte zu erreichen. Das Netzwerk bietet entsprechend des Bedarfs und des Interesses vor Ort diverse regionale und grenzübergreifende Bausteine an:

- Ein- bis mehrtägige Seminare für junge Menschen zur persönlichen und beruflichen Zukunfts- und Lebensplanung. Diese werden sowohl den Schulen als auch im außerschulischen Bereich angeboten, um möglichst vielen interessierten Jugendlichen eine Beteiligung zu ermöglichen.

- Ein- bis mehrtägige erlebnispädagogische Maßnahmen zur Stärkung der Sozial- und Schlüsselkompetenzen und zur persönlichen Stärken-Schwächen-Analyse

- Kommunikationstraining

- Schuldenpräventionstraining

- Vorbereitung auf berufliche Auswahlverfahren: Bewerbungsverfahren, Vorstellungsgespräche, Einstellungstests, Assessmentcenter

- Anpassung des Berufswahlparcours „Ich werde was ich will“

- Schnuppertage o.ä. in Zusammenarbeit mit Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen …

- Werbung für die europäischen Jugendprogramme und weitere Angebote (Freiwilligendienste etc.)

- Direkte Unterstützung von jungen Menschen bei grenzübergreifender Arbeitssuche durch feste Ansprechpersonen bei den Partnerorganisationen mit dem Ziel, die Arbeitssuchenden an die Bewerbungskultur der jeweiligen Region heran zu führen.

 

Das Netzwerk der Projektpartner besteht auch in Aktion 3 weiter und soll um weitere Partnerorganisationen (schulisch/ außerschulisch) aus allen drei Teilregionen erweitert werden.

 

PHASE 4: Evaluation und Sicherung der Nachhaltigkeit

Die Evaluation stellt einen besonders wichtigen Teil des Projektes dar, es wird auf Wirksamkeit und Nachhaltigkeit überprüft. Die Ergebnisse werden gemeinsam mit den entwickelten Methoden und Materialien veröffentlicht. Die Instrumente und Methoden sind nach Ende der Projektlaufzeit in den einzelnen Teilregionen und in grenzübergreifenden Zusammenhängen nutzbar, eine Fortsetzung der Kooperation im Netzwerk ist ebenfalls geplant. Für diese letzte Phase berechnen die Projektpartner einen Zeitplan von 6 Monaten.